E.ON – Ein Energieriese setzt auf erneuerbare Energien

Der Energiekonzern E.ON, eines der größten Energieunternehmen Deutschlands, trennt sich von seinem bisherigen Kerngeschäft: der konventionellen Energieerzeugung aus Gas, Öl, Kohle und Atomkraft.

In einer veröffentlichten Mitteilung hieß es, das Unternehmen werde sich in Zukunft nur noch auf die neuen Geschäftsfelder der erneuerbaren Energien, Kundenlösungen und Energienetze konzentrieren. Die Geschäftsbereiche der konventionellen Energieerzeugung, dem globalem Energiehandel sowie der Exploration und Produktion werden abgespalten, in eine neue Gesellschaft überführt und über die Börse an die Aktionäre verkauft.

Dabei betont E.ONs Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen, dass die neue Geschäftsstrategie keine Maßnahmen zum Abbau von Arbeitsplätzen vorsieht. Lediglich das breit aufgestellte Geschäftsmodell wird den Anforderungen nicht mehr gerecht. Auch die Abstoßung eines Spanien/Portugal-Geschäfts wurde bestätigt sowie der Rückzug aus Italien erwogen.

Die Neuausrichtung des Konzerns lässt sich durch den starken Preisverfall bei den Großhandelspreisen für konventionellen Strom erklären. Seit Anfang 2013 sind die Preise aufgrund der Überkapazitäten an Kraftwerken und dem Ausbau des Ökostroms drastisch gesunken.

E.ON hat mittlerweile einen Schuldenbetrag von 31 Milliarden Euro angehäuft und wird auch im kommenden Jahr rote Zahlen schreiben.

Die Vorbereitungen für die geplante Abspaltung sollen im kommenden Jahr beginnen. Die endgültige Abspaltung soll dann im Geschäftsjahr 2016 stattfinden, nachdem die Hauptversammlung dem Programm zugestimmt hat.

 

Quellen:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/eon-neuausrichtung-101.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2014-11/eon-energiekonzern-aufspaltung

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