Der Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie

In einem halbjährlichem Abstand ermittelt das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart in Kooperation mit dem Fraunhofer IPA, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Energie-Agentur (dena) und dem TÜV Rheinland den Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie. Im Rahmen des Indexes wird die aktuelle Situation der Energieeffizienz innerhalb der Industrie dargestellt. Zudem wird die Zukunft betrachtet. Aktuell wurden die Ergebnisse der Wintererhebung 2015/16 veröffentlicht.

Mit Hilfe des Indexes können Erkenntnisse zu der Steigerung der Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hergeleitet sowie Investitionsentscheidungen innerhalb der Energieeffizienz im direkten Vergleich zu Wettbewerbern getroffen werden. Ein direkter Branchenvergleich ist zusätzlich durch die Teilindices Bedeutung, Einsparung und Investition möglich. Insgesamt werden 28 Wirtschaftszweige mit 631 Unternehmen im Energieeffizienz-Index erfasst.

Der EEP-Institutsleiter Prof. Alexander Sauer gibt an, dass die Talsohle glücklicherweise durchschritten sei. Seit 2014 war die Stimmungslage zur Energieeffizienz kontinuierlich gesunken. Mit einem negativen Ausblick hat sie sogar den Sommer 2015 begonnen. Nun sei allerdings ein deutlich positiver Trend für das Jahr 2016 zu erkennen.

Somit wollen alle Unternehmen in die Steigerung der Energieeffizienz investieren. 41% der Unternehmen beziffern ihren Investitionsanteil mit mehr als 20%. Insgesamt wollen 68,5% der Unternehmen ihre Effizienz um 10% erhöhen. Das sind ungefähr 48% mehr als im vergangenem halben Jahr.

Einen weiteren positiven Aspekt stellt die Kommunikation dar. In Summe fühlen sich nur 8,3 gar nicht bis ungenügend über Förderungsmöglichkeiten informiert oder zeigen kein Interesse dafür. Ungefähr 90% der Unternehmen befolgen einen systematischen Ansatz im Bereich der Energieeffizienz. Innerhalb der systematischen Ansätze verzeichnen vor allem Energieaudits, Energienetzwerke und die Einführung von Energiemanagementsystemen den stärksten Zuwachs. Dieser Trend zeigt, dass die Maßnahmen aus der Politik, wie das verpflichtende Energieaudit für große Unternehmen oder die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke, Wirkung zeigen. Nach Prof. Sauer ist dies ein Zeichen, dass die Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums, die Energieeffizienz zur ersten Priorität zu machen, auf fruchtbaren Boden fällt.

Die gesamten Ergebnisse finden Sie unter: http://www.eep.uni-stuttgart.de/eei/

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