Bundesweiter Heizspiegel 2014

Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung zahlten die Bewohner im letzten Jahr durchschnittlich 1.000 Euro. Das geht aus dem Bundesweiten Heizspiegel 2014 hervor, der am 13. Oktober 2014 veröffentlicht wurde. Außerdem zeigt er: Obwohl der Heizölpreis 2013 gegenüber dem Vorjahr sank, zahlen Haushalte, die mit Heizöl heizen, 20 Prozent mehr als Haushalte, die mit Erdgas heizen. Diese zahlten 910 Euro für die 70 Quadratmeter große Wohnung. Die Kosten für die fernwärmebeheizte Wohnung betrugen im Durchschnitt 1.055 Euro und waren damit rund 16 Prozent höher als für gasbeheizte Wohnungen.

Rückblick: Bundesweiter Heizspiegel 2013

Laut Bundesweitem Heizspiegel 2013 kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Abrechnungsjahr 2012 mit Heizöl durchschnittlich 990 Euro. Das waren 100 Euro (+ 11,2 %) mehr als 2011. Für Erdgas beheizte Wohnungen fielen rund 770 Euro an und damit 55 Euro mehr (+ 7,7 %) als im Vorjahr. Die Heizkosten für Fernwärme stiegen um 75 Euro auf 860 Euro (+ 9,6 %).

„2013 ist es insgesamt etwas kühler gewesen als 2012, so dass ein geringer Anstieg des Heizenergieverbrauchs festzustellen war. Im Gegenzug ist der Heizölpreis um durchschnittlich sechs Prozent gesunken, die Erdgaspreise stiegen um 1,3 Prozent, die Fernwärmepreise um 2,8 Prozent“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, sieht eine Entlastung insbesondere für die knapp 30 Prozent der Haushalte, die mit Heizöl heizen: „Erstmals seit langer Zeit können einzelne Haushalte bei der Heizkostenabrechnung 2013 sogar mit einer Rückzahlung im zweistelligen Bereich rechnen“.

Prognose für 2014

“Für das Abrechnungsjahr 2014 wird es für die meisten Haushalte „Geld zurück“ heißen. Die Preise für Heizöl sind von Januar bis Juli 2014 erneut um 5,4 Prozent gesunken. Auch Fernwärme wurde um gut ein Prozent preiswerter, und der Gaspreis lag stabil auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig ist der Energieverbrauch im 1. Halbjahr 2014 gesunken. Die Wintermonate waren zu Beginn des Jahres deutlich weniger kalt als noch 2013. Somit wird die Heizkostenabrechnung für das aktuelle Jahr aus heutiger Sicht deutlich niedriger ausfallen“, prognostiziert der Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten.

Seit 2005 liefert der Bundesweite Heizspiegel jährlich aktualisierte Vergleichswerte zum Heizenergieverbrauch und den Heizkosten sowie CO2-Emissionen für zentral beheizte Wohngebäude. Projektpartner ist der Deutsche Mieterbund e. V. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

 

Quelle:

http://www.heizspiegel.de/heizspiegel/bundesweiter-heizspiegel/

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