Beim Strompreis liegt Deutschland an der Spitze

Berlin (17.10.2013). Wieder einmal beherrschen die Strompreise die Nachrichten. Auslöser ist diesmal die Erhöhung der EEG-Umlage um gut einen Cent auf nunmehr 6,24 Cent je kWh. Martin Münzel vom Berliner Stromanbieter ENSTROGA rechnet vor, dass der durchschnittliche Haushalt damit rund 35 Euro pro Jahr mehr für Strom bezahlen muss.

Deutschland liegt bei den Stromkosten europaweit an der Spitze. Vergleicht man die Preise für eine Kilowattstunde Strom in den europäischen Hauptstädten, liegt Berlin in absoluten Zahlen knapp hinter Kopenhagen auf dem zweiten Platz. Doch berücksichtigt man die Kaufkraftunterschiede in der EU, liegt unsere Hauptstadt sogar auf dem ersten Platz. "Mit der Erhöhung der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energieen wird jetzt sichergestellt, dass das vorerst auch so bleibt." meint Münzel.

Ungarn zeigt, dass es auch anders geht. Budapest liegt bei den Strompreisen absolut gesehen zwar nur auf Platz 18, unter Berücksichtung der Kaufkraft aber weit vorne auf Platz 5. "Und würde es bei unseren Nachbarn nicht einen staatlich verordneten Strompreisschnitt geben, hätte Budapest die Krone der teuersten Stromhauptstadt." führt Münzel aus. Für ihn zeigt die Maßnahme der ungarischen Regierung, dass es durchaus Gestaltungsmöglichkeiten der Politik gibt, die Stromkosten für die Verbraucher zu reduzieren.

Allerdings glaubt er nicht, dass sich hierzulande in naher Zukunft etwas ändert: "Die Erhöhung der EEG-Umlage zu 2014 kommt. Und dass das gesamte System der Förderung erneuerbarer Energien durch die nächste Bundesregierung geändert wird, ist nach derzeitigem Stand fast ausgeschlossen, auch wenn einzelne Stimmen aus der Union darauf hinwirken."

Für um so wichtiger hält Münzel es daher, sich für einen verlässlichen Stromanbieter zu entscheiden, der sich mit einem transparenten Preissystem präsentiert und auch Tarife mit kurzen Vertragslaufzeiten anbietet. "So vermeiden Sie, dass Sie ihren ganz persönlichen Spitzenplatz bei den Strompreisen belegen."

Zurück